Unterwegs sein

– oder der Versuch einer Antwort an alle, die den Reiz davon, schwere Rucksäcke viele Berge hoch und runter zu tragen, nicht verstehen können

Drei Wochen: Sonne – beeindruckende Berge – frische Luft – immer neue weite Blicke – großartige Menschen und pfeifende Murmeltiere. So klingt Urlaub.

Drei Wochen: schwere Rucksäcke – harte Nächte auf Isomatten – Gewitter direkt über einem – Hitze – schmerzende Knie und kreisende Geier. So klingt dieser Urlaub auch.

All das ist untrennbar, wenn das Unterwegssein hilft, zu sich zu finden. Überhaupt das Gehen: das Finden des eigenen Tempos – das Kämpfen mit den eigenen Grenzen – der Stolz, sich das nicht in Worte zu fassenden Panorama so hart erarbeitet zu haben – das Eingestehen der eigenen Bedürfnisse auch gegen die der anderen – die wärmende Sonne auf dem Gipfel auf den durchgeschwitzten Klamotten.

Jeder Schritt ein Gedanke – schauen, wohin den Fuß setzen, auftreten, federn, atmen, weitergehen. Jedes Innehalten des Schrittes einen Blick wert, hinauf und hinab, auf Berge, Seen, tiefe Täler, ins Wetter, auf die Karte: „Wie weit noch, wie weit?“ Bis zum Horizont.

Und weil Worte ja doch nicht reichen – hier also ein paar Bilder vom GR 11 durch Aragon, von Canfranc nach Benasque, mitten durch die höchsten Berge der Pyrenäen.

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